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Ab dieser Version läuft das Tracking in NIU Plus nach einem einheitlichen Prinzip: DZM Resources erzeugt jedes E-Commerce-Event einmal zentral nach dem Standard von Google Analytics 4. Jeder Dienst – Google Tag Manager, Microsoft Clarity, PostHog, Meta Pixel, TikTok Pixel – wird erst geladen und bekommt erst Events, wenn der Besucher ihm im Consent-Banner zugestimmt hat.
Disclaimer: Bitte prüfe dein Setup sorgfältig. Passe die Sprachvariablen für die Consent Items an, ergänze deine Datenschutzerklärung und lass beides rechtlich prüfen. Die Nutzung unterliegt der eigenen Verantwortung und Sorgfalt.

Voraussetzungen

1

DZM Resources aktuell halten

NIU Plus benötigt DZM Resources ab Version 1.12.0. Ist eine ältere Version installiert, zeigt das NIU-Plus-Backend einen Setup-Hinweis.
2

Template und Companion zusammen aktualisieren

Das Template NIU Plus und der NIU-Plus-Companion müssen dieselbe Version haben. Ist das Template älter, zeigt das Backend „NIUplus aktualisieren, Tracking ist bis dahin aus“ und es laden keine Tracking-Dienste. Ein neues Template mit älterem Companion lädt ebenfalls keine Tracking-Dienste.
3

Consent Manager aktivieren

Aktiviere im JTL-Backend unter Einstellungen → Consent Manager den Consent Manager. Ohne aktiven Consent Manager gilt für jeden Dienst „keine Einwilligung“ – es wird dann nichts geladen.
4

Dienste einschalten

Schalte im NIU-Plus-Backend unter GTM und Tracking die Dienste ein, die du nutzen willst, und hinterlege die IDs.
5

Texte prüfen

Passe die Sprachvariablen der Consent Items an (Beschreibung, Zweck, Datenschutz-Link, Unternehmen) und ergänze deine Datenschutzerklärung.

Für jeden aktiven Dienst erscheint ein eigener Eintrag im Consent-Banner. Nicht aktive Dienste erscheinen nicht.
Erteilt der Besucher seine Einwilligung erst nach ein paar Sekunden, bekommt der Dienst die Events der aktuellen Seite nachgereicht. Hat er einen Dienst ausdrücklich abgelehnt, werden Events aus dieser Zeit auch nach einer späteren Einwilligung nicht nachgereicht.

Widerruf

Widerruft ein Besucher seine Einwilligung (über das Schild-Symbol bzw. die Consent-Einstellungen), bekommt der Dienst sofort keine Events mehr und wird – soweit der Anbieter das vorsieht – angewiesen, nicht weiter zu erfassen (Google Consent Mode „denied“, Meta revoke, TikTok revokeConsent, PostHog opt_out, Clarity consentv2 denied). Das gilt auch für weitere geöffnete Tabs deines Shops. Ein bereits geladenes Script lässt sich technisch nicht entladen; mit dem nächsten Seitenaufruf wird es nicht mehr geladen.

Kopplung der Google-Schalter

Google Analytics 4 und Google Ads laufen über den Google Tag Manager. Deshalb sind die Schalter im Consent-Banner gekoppelt:
  • Wer Google Analytics 4 oder Google Ads erlaubt, erlaubt automatisch auch den Google Tag Manager.
  • Wird der Google Tag Manager abgelehnt, sind auch Google Analytics 4 und Google Ads aus.
Die Beschreibungen von GA4 und Google Ads im Banner enthalten dazu den Hinweis „Setzt den Google Tag Manager voraus“ (Sprachvariable niu_consent_requires_gtm). Die Kopplung gilt für den Banner von NIU Plus. Mit Webstollen EU Cookie richtest du sie selbst ein, siehe Google Tag Manager unter EU Cookie.
Wer den Consent Mode an Google meldet – NIU Plus oder dein Consent-Manager-Plugin –, stellst du unter GTM → Consent ein. Es darf immer nur eine Quelle sein.

Enhanced Conversions

Gehashte Kundendaten (user_data) für Google Ads und GA4 stehen nie im Quelltext. Der Tag Manager holt sie nur ab, wenn der Besucher Google Ads erlaubt hat – bei einer Bestellung bevor das purchase-Event folgt, bei eingeloggten Kunden optional auf jeder Seite. Details und Einstellungen: GTM → Enhanced Conversions.
Nutzt du das Plugin EU Cookie von Webstollen, ersetzt dessen Banner den JTL-Banner. NIU Plus liest die Einwilligungen dann aus EU Cookie. Damit das klappt, müssen die niu_*-Einträge in EU Cookie mit Diensten verbunden sein.
1

Dienst öffnen

Öffne in EU Cookie den Dienst, unter dem der Besucher zustimmen soll (z. B. „Google Analytics“).
2

JTL-Einträge verbinden

Aktiviere die JTL Consent Manager Integration für diesen Dienst und füge unter Verknüpfte JTL Consent Manager Einträge über „Neue JTL Consent Id mit diesem Dienst verbinden…“ den passenden niu_*-Eintrag hinzu.
3

Für alle aktiven Dienste wiederholen

Jeder in NIU Plus aktive Dienst braucht eine Verbindung. Einzige Ausnahme ist der Google Tag Manager, siehe unten.
Empfohlene Zuordnung:
EU Cookie wertet einen Dienst nur dann als erlaubt, wenn alle mit ihm verknüpften JTL-Einträge aktiv sind. Verknüpfe deshalb pro Dienst nur einen niu_*-Eintrag.
EU Cookie kennt die Kopplung der Google-Schalter aus dem NIU-Plus-Banner nicht. Im Consent Mode Basic lädt der Tag Manager aber nur, wenn GTM und GA4 oder Google Ads erlaubt sind. Entscheide dich deshalb für eine der beiden Varianten:
Wann: Dein Container enthält nur die Google-Tags (GA4, Google Ads).Einrichtung: Lege in EU Cookie keinen Dienst für den Google Tag Manager an bzw. deaktiviere ihn, und verknüpfe niu_gtm mit keinem Dienst. Ergänze in den Beschreibungen von „Google Analytics“ und „Google Ads“, dass sie über den Google Tag Manager geladen werden.Verhalten: NIU Plus erteilt niu_gtm automatisch, sobald der Besucher einen Dienst der Kategorie Analytics oder Marketing erlaubt. Geladen wird der Tag Manager trotzdem erst, wenn GA4 oder Google Ads erlaubt ist. Erlaubt der Besucher nur Google Analytics, laufen Tag Manager und GA4.
Im Consent Mode Advanced lädt der Tag Manager immer sofort, die Variante spielt dann keine Rolle.
Alle anderen Dienste immer verknüpfen. Ohne Verknüpfung greift für einen niu_*-Eintrag eine Ersatzregel über die Kategorie: Er gilt als erlaubt, sobald der Besucher irgendeinen Dienst dieser Kategorie erlaubt (Analytics → GA4, PostHog, Clarity; Marketing → Google Ads, Meta Pixel, TikTok Pixel). Wer dann nur Google Analytics erlaubt, hätte damit auch PostHog und Clarity erlaubt. Nur beim Google Tag Manager ist das gewollt (Variante A), weil er zusätzlich GA4 oder Google Ads voraussetzt.
EU Cookie ab Version 2.6 mit Google Consent Mode: Sind in EU Cookie der Google Consent Mode und die Consent-Mode-Events aktiv, setzt EU Cookie den Consent Mode (Ausgangszustand und Updates) selbst. Stelle dann unter GTM → Consent „Consent Mode wird gesetzt von“ auf Consent-Manager-Plugin – sonst melden zwei Quellen den Consent Mode an Google.

Testen

Zum Prüfen deines Setups musst du keine Einwilligung umgehen. In DZM Resources gibt es dafür Test-Modi:
Als eingeloggter Backend-Admin siehst du im Frontend alle Events in der Browser-Konsole bzw. einem Overlay – auf Wunsch „trocken“, also ohne dass etwas an die Dienste gesendet wird.
Übergeht den Consent für alle Besucher und läuft automatisch ab. Nur zu Testzwecken und auf eigene Verantwortung – ohne passenden rechtlichen Rahmen ist das eine Datenschutzverletzung.
Die früheren „Dev Mode“-Schalter bei GTM, Clarity, PostHog, Meta und TikTok sind entfallen.

Ausblick

1

Jetzt: Event-Core und Consent

Einheitliche E-Commerce-Events, Laden erst nach Einwilligung, Google Consent Mode v2, Enhanced Conversions ohne Daten im Quelltext, Clarity, PostHog, Meta und TikTok, Webstollen EU Cookie.
2

Geplant: Interne Auswertung

Kennzahlen wie Conversion Rate und Checkout-Trichter direkt im Shop-Backend.
3

Geplant: Server-Side-Tracking

Übertragung von Bestellungen direkt vom Server (Google Measurement Protocol, Meta Conversions API, TikTok Events API) – auch wenn der Käufer nach der Zahlung nicht in den Shop zurückkehrt.